30. November 2019
- Protokoll

Der Tag beginnt (Paul Lansbergen/2. Offizier)

Das Wetter ist ruhig, wenn der Tag in Baiona beginnt. Auf dem gesamten Schiff sind Besatzung und Auszubildende damit beschäftigt, die Takelage und den Rest des Bootes zu warten. Das Wetter ist gut, jeder hat seinen Job, neuen Azubis werden Erklärungen gegeben, Praktika gestreckt, neue Vorräte abgeräumt und die Ladung ordentlich im Frachtraum verstaut. Als Kapitän Wiebe gegen halb elf an Bord zurückkehrt, hat er die neuesten Wetterberichte abgerufen und über den Plan nachgedacht, den wir bis dahin haben, am nächsten Morgen aufzubrechen, die Nacht hinter dem Anker in der Bucht zu bleiben und dann weiterzufahren Am nächsten Tag beginnt die Überfahrt nach La Palma. Aufbringen! schreit er: das Zeichen, dass sich alle zu einer Ankündigung versammeln müssen. Alle lassen ihre Arbeit ruhig fallen, schnappen sich schnell eine Tasse Kaffee und versammeln sich auf dem Achterdeck. „Wir fahren heute los“, sagt Wiebe leise zu mir. Ich fange innerlich leise an zu lachen. Es wird ein paar Stunden harter Arbeit sein, alles rechtzeitig fertig zu machen. Doch dann geht es wieder segeln: Darauf freuen ich und der Rest der Leute auf dem Schiff uns nach einer Woche in Baiona.
Wiebe macht seine Ankündigung und die Resonanz ist begeistert. Es werden einige arbeitsreiche Stunden, in denen die Fracht noch im Meer gesichert werden muss. Die letzten Arbeiten an der Takelage müssen noch erledigt werden, das Wasser muss noch gebunkert werden und die letzten Lebensmittelvorräte müssen noch an Bord gebracht werden. Jeder arbeitet hart und plötzlich passieren viele Dinge gleichzeitig. Aber es ist fertig, wenn der Schlepper um ein paar Minuten nach fünf anlegt. Alle sind euphorisch und gehen gerne. Zu dieser Zeit weht wenig Wind: recht spannend auf einem Schiff ohne Motor. Mit etwas Hilfe von unserem eigenen Beiboot treiben wir langsam hinaus. Die Crew und die Auszubildenden arbeiten noch hart daran, alle Segel zu setzen, danach erwartet uns ein köstliches Essen von unserer Schiffsköchin Soraia. Wir segeln ruhig in die Nacht, etwa sechs Knoten von der Küste entfernt, auf dem Weg in eine neue Entfernung.

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