Wir liegen im Fischereihafen in Brixham. Möwen sitzen auf den Dächern der Hallen, Gabelstapler fahren den Fang des Tages hin und her, und mehrmals täglich kommen die Fischer in den Hafen, um ihre Ladung los zu werden. Es riecht nach Fisch.

Sicherlich ist es nicht der schönste Platz unter der Sonne, um mehrere Tage zu liegen, aber so ist das Leben auf einem Frachtschiff. Tatsächlich sind wir aus zollrechtlichen Gründen hier gelandet.

Brixham empfängt uns freundlich, mit Sonne und Wärme. Der Stadthafen liegt zu dieser Jahreszeit verschlafen da. Die Touristensaison ist lange vorbei und irgendwie wirkt das kitschige Ambiente mit den Piraten- und Seefahrerkneipen jetzt ironisch gebrochen.

Bis wir das Schiff im Hafen haben und alle Leinen verstaut sind, ist es Abend und wir strömen in die Stadt. Wir sind ein bisschen das perfekte Klischee ausgehungerter Seefahrer, die nach Monaten wieder an Land kommen. Okay, Monate sind es nicht gewesen, aber es fühlt sich trotzdem so an. Nichts desto trotz, der Abend endet für mich und viele andere früh. Eine ruhige Nacht und ausreichend Schlaf tun Not.

Am nächsten Tag beginnt das Leben an Bord spät. Der Vormittag ist frei, nach dem Mittagessen beginnen wir, das Schiff wieder in einen wünschenswerten Zustand zu bringen. Das heißt vor allem aufräumen und sauber machen, denn an den Sturmtagen ist so einiges unter Deck durcheinander geflogen. Alleine die Schiffswäsche beschäftigt ein paar von uns einen halben Tag lang im Waschsalon.

Die Zeit in Brixham verfliegt förmlich. Eigentlich warten wir nur darauf, unsere Ladung an Bord nehmen zu können. Sechs Paletten Bio-Bier aus Exeter sollen mit der TRES HOMBRES nach Frankreich gebracht werden, aber die Lieferung verzögert sich. Währenddessen nutzen wir die Zeit an Bord für nötige Wartungsarbeiten und Reparaturen. Darunter sind einige Arbeiten in der Takelage, das Korrigieren der Seekarten für die nächtste Etappe und und und.
Nebenbei fällt aber natürlich auch noch Zeit ab, um den ein oder anderen Spaziergang an der Steilküste Devons zu machen oder einfach nur ein wenig im Café zu sitzen und zu entspannen.

Mitte der Woche kommt dann etwas Bewegung ins Schiff. Allerdings anders als erhofft. Seit den Sturmtagen haben wir außergewöhnlich viel Wasser im Vorschiff, dessen Ursache, ein kleines Leck, sich schnell findet.

Das Gute daran: Wir müssen in den Stadthafen verholen. Dort ist das Wasser so flach, dass wir bei Ebbe auf den Grund sinken und an der Außenwand des Schiffes arbeiten können. Ein spannendes Manöver, denn das mehr als hundert Tonnen schwere Schiff steht in dieser Zeit nur auf dem Kiel und wird von Leinen an Land aufrecht gehalten. Die Naht zwischen zwei Planken neu zu kalfatern und damit wieder abzudichten ist schnell erledigt.

Nach einer Woche ist Brixham für die meisten von uns auserzählt. Es ist ein kleines Städtchen, und als der Lastwagen mit der Bierladung vorfährt, sind alle froh, dass es bald weiter geht. Mit der gesamten verfügbaren Manpower wuchten wir die insgesamt 5.400 Flaschen Ale an Bord und schon kurz darauf heißt es: Leinen los! Wir müssen aus dem Hafen, bevor das Wasser wieder sinkt.

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